Erziehung und Haltung

Ein Welpe kommt ins Haus

Unsere Chow Chow sind im Kreis der Familie aufgewachsen. Alle unsere erwachsenen Hündinnen haben sich an der Aufzucht beteiligt, sei es mit Pflege oder Spielen. Wir haben den Kleinen verschiedenste Spielmöglichkeiten in Haus und Garten angeboten; sie wurden an Kinder (und andere Menschen), Autofahren, unterschiedliche Geräusche (aus Haushalt, Nachbarschaft, Radio und Fernsehen) gewöhnt, dazu jede Menge Kuscheln und Streicheleinheiten.

Chow und Kinder  Chow und Kinder 02

Da ihm nun die Eltern und Geschwister fehlen müssen Sie diese ersetzen, d.h. beschäftigen Sie sich viel mit ihm, spielen Sie mit ihm und geben Sie ihm viel Zuneigung und Schmuseeinheiten. Er braucht jetzt ganz besonders Ihre Liebe und Zuneigung.

Doch lassen Sie ihm auch Zeit, sich an Sie und die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen; zwingen Sie ihn nicht zu etwas, das er nicht will. Wenn Sie gefühlvoll auf ihn eingehen, wird er dies ein Leben lang mit unverbrüchlicher Liebe und Treue bedanken.

Chow Welpen haben schon mit wenigen Wochen den Drang ihr Nest sauber zu halten, und sich ausserhalb zu versäubern. Sie werden unruhig, fangen an zu quengeln, kratzen an der Tür, etc. Unsere Chow Welpen werden stubenrein übergeben. Da Ihr Welpe sich in seinem neuen Zuhause noch nicht auskennt, sollten sie ihn konsequent nach jeder Mahlzeit ins Freie bringen bzw. ihm den Weg nach draussen zeigen (z.B. Terrassentür). Sobald er dies weiss wird er, wenn er sich versäubern muss, zu dieser Tür laufen und darauf aufmerksam machen.

Um erste soziale Kontakte zu anderen Hunderassen zu knüpfen und sich im Umgang mit diesen zu üben empfehlen wir den Besuch einer Welpenspielstunde. Wir haben mit Ihrem Welpen bereits einmal daran teilgenommen. Da Chow Chow mit ihren Eigenheiten eine besondere Rasse sind, ist nicht jede Hundeschule gleichermassen dafür geeignet Sie und Ihren Welpen adäquat zu fördern. Wir haben dann gute Erfahrungen gemacht, wenn die Trainer selbst ähnliche Rassen besassen oder gar züchteten (z.B. nordische oder andere als stur bezeichnete Rassen). Schlechte Erfahrungen haben wir mit solchen gemacht, welche auf extremen Gehorsam bis hin zur Unterdrückung setzen. Hiermit fügen Sie einem Chow grossen Schaden zu.

Leben mit einem Chow

Der Chow braucht viel Einfühlungsvermögen und Liebe - und er hat ein sehr gutes Gedächtnis. Er hat seine Routinen und weiss ganz schnell, wie er sie um den Finger wickeln kann innocent.

Der Chow ist ein ruhiger Zeitgenosse, er bellt selten. Er ist ein guter Wächter und betrachtet jeden Ort, an dem sich seine Familie aufhält, rasch als sein Zuhause, dass es zu schützen gilt. Geschlossene Türen findet er nicht spassig, man weiss ja nie was (oder wer) sich dahinter verbirgt. Unsere Hunde stupfen jede angelehnte Tür auf, damit sie die Übersicht behalten. Überlegen Sie sich bereits vorher, ob Sie Räume haben, welche der Chow nicht betreten soll. Wenn ja, empfehlen wir diese mit einem Kinder-Türschutzgitter zu versperren.

Zum Schlafen wird sich der Chow normalerweise seinen Lieblingsplatz selbst aussuchen. Dicke Hundebetten braucht er dabei nicht. Meist schlafen unsere Chow direkt auf dem kühlen Holz- oder Steinboden, wenn’s warm sein soll reicht ihnen meist eine weiche Decke, doch auch ein Schaffell finden sie toll. Wenn Sie Orte haben, an denen der Chow nicht schlafen sollte, versuchen Sie ihm dies frühzeitig beizubringen – wir haben es aufgegeben. Joko‘s Lieblingsplatz ist der zentrale Durchgang, damit man auch ja nichts verpasst. Und jeder über sie klettern muss.

Welpen beim Schlafen  Chow beim Schlafen

Der Chow braucht wie jeder andere Hund regelmässige Bewegung. Unsere Chow gehen in der Regel 3 mal am Tag spazieren, morgens, mittags und abends. Sie wollen rennen und toben, spielen fangen und verstecken. Wir pflegen regen Kontakt zu anderen Hundehaltern, damit die Tiere nicht nur auf Menschen fixiert sind, sondern auch Kontakt zu Artgenossen haben. Dies ist für die Verhaltensentwicklung wesentlich. Wir unternehmen abwechslungsreiche Spaziergänge, d.h. verschiedene Routen durch unterschiedliches Gelände, damit keine Langeweile aufkommt.

Unsere Chow lieben Wasser – trotz ihrem dicken Fell. Wir gehen mit ihnen regelmässig an Bäche oder Seen zum Baden. Beachten Sie hier, dass sich das Fell mit sehr viel Wasser vollsaugt, welches den Hund hinunterziehen kann. Wir haben unsere Hunde deshalb entweder mit Schwimmwesten oder Schwimmleinen ausgestattet und immer unter Kontrolle, d.h. wir sind normalerweise mit ihnen im Wasser, wenn es tiefer als Bauchhöhe wird. Halten Sie Ihren Chow daher besonders bei tieferen oder strömenden Gewässern gut unter Kontrolle, damit er nicht ertrinkt.

Chows im Wasser  Joko im Wasser

In Form von Schnee ist ihm Wasser aber am liebsten. Wir nutzen jede sich bietende Gelegenheit um unserer Rasselbande das Herumtollen im kalten Element zu ermöglichen. Dann ist kein Halten mehr.

Mary Noëlle im Schnee  Noëlle Joko im Schnee  Mary-Lou im Schnee

Halsband oder Geschirr

Um das Haarkleid des Chow nicht zu beschädigen, und um seiner Körperform gerecht zu werden, empfiehlt es sich, ihm ein rundgenähtes Hundegeschirr anzulegen. Für ein Halsband ist er denkbar ungeeignet – es beschädigt das Haarkleid, und er kann – aufgrund seines kurzen dicken Halses – leicht herausschlüpfen. Wenn Sie Halsbänder verwenden achten Sie auch hier auf rundgenähte Lederbänder; Nylonartikel o.ä. beschädigen das prächtige Haarkleid.

Neben den bekannten Ledergeschirren gibt es zwischenzeitlich auch solche aus Stoff. Wichtig sind die weichen runden Kanten, damit das Geschirr nicht die Haare abscheuert. Diese finden Sie in gut sortierten Zoofachgeschäften oder auf grösseren Ausstellungen.

Geschirrli

Möchten Sie mit dem Chow Ausstellungen besuchen benötigen Sie eine Vorführleine. Diese muss mit einem Stopp ausgerüstet sein, d.h. sie darf sich nicht selbst zuziehen (keine sog. Würger).

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